Hornhautchirurgie und Linsenchirurgie

Verfahren der refraktiven Chirurgie

Bei der operative Korrektur von Fehlsichtigkeiten (Refraktive Chirurgie) wird die Brechkraft des Auges verändert.

Die Augenklinik Bellevue arbeitet mit dem gesamten Spektrum der operativen Sehfehlerkorrektur, Hornhaut- und Linsenchirurgie.

Ziel aller Operationen ist es, den Brennpunkt des optischen Systems wieder auf die Netzhaut zu fokussieren, wie es beim normalsichtigen Auge der Fall ist. Welches Verfahren für welchen Patienten infrage kommt, entscheidet sich nach einer ausführlichen Untersuchung und Beratung durch den Spezialisten.

Wie bei allen operativen Eingriffen ist auch bei den Methoden der Refraktiven Chirurgie eine ausführliche Erfassung der Krankengeschichte, eine intensive Voruntersuchung und ausführliche Beratung notwendig. In Deutschland bieten derzeit ca. 100 Augenärzte in 30 Kliniken und Krankenhäusern die Methoden der Refraktiven Chirurgie an. Die Erfahrungen, die Zahl der Eingriffe und die medizintechnische Ausstattung sind aber sehr unterschiedlich.

ICL (Hinterkammerlinse)

ICL Kunstlinse
Einsetzen einer Intraocularen
Kontaktlinse

Eine faltbare Kunstlinse, die vor die eigene Augenlinse, hinter der Regenbogenhaut des Auges eingesetzt wird. Die Faltbarkeit der Linse bietet u.a. den Vorteil, dass nur ein kleiner operativer Schnitt notwendig ist (ca. 3 mm). Dieser verschließt sich von selbst, sodass in der Regel nicht genäht werden muss.


RLE (Refractive-Lens-Exchange, z.B. mit Multifokallinse)

Unter Umständen kann es notwendig sein, die körpereigene Linse zu entfernen und eine Kunstlinse zu implantieren. Ein Verfahren, dass bei der Behandlung des Grauen Stars seit Jahrzehnten in der Augenklinik Bellevue angewandt wird, mit sehr guten Ergebnissen auch bei sehr hoher Fehlsichtigkeit. Eventuell ist nach einer solchen Operation das Tragen einer leichten Fernbrille oder einer Lesebrille bei entsprechendem Alter erforderlich. Falls dabei eine sogenannte Multifokallinse (Intraokularlinse, die nicht nur das Sehen in der Ferne ermöglicht, sondern auch das Sehen in der Nähe) implantiert wird, kann auch auf eine Lesebrille verzichtet werden.

AddOn®-Technologie

Unter diesem Begriff verbirgt sich nichts anderes als der Hinweis auf „zusätzlich“. Das bedeutet, zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten aller Art wird eine zweite Linse in das Auge eingesetzt. Diese gleichsam doppelte Wirkung durch zwei Brennpunkte macht nicht nur die lästige Lesebrille überflüssig. Auch die Möglichkeit in die Ferne zu sehen verbessert sich. Sehr gut eignet sich das AddOn®-Verfahren für Menschen, denen bereits Basis-Kunstlinsen eingesetzt wurden, zum Beispiel bei Grauem Star. Die ausgereiften AddOn®-Linsenimplantate erweitern das Behandlungsspektrum selbst bei extremer Fehlsichtigkeit erheblich.

BIOPTICS

Dieses Verfahren bezeichnet eine Kombination aus Linsenchirurgie und Laserbehandlung durch LASIK. Sogar bei extremer Kurzsichtigkeit bis ca. –25 dpt und/oder Hornhautverkrümmungen verspricht auch dieses Verfahren gute Ergebnisse.

Verfahren Kurz-
sichtigkeit
Weit-
sichtigkeit
Hornhaut-
verkrümmung
LASERVERFAHREN
LASIK bis - 10 dpt. bis + 3 dpt. ja, bis max. 4 dpt.
LINSENVERFAHREN
ICL - 7 bis -14 dpt. + 3 bis + 6 dpt. ja (in Kombination mit Kurzsichtigkeit)
RLE (z.B. Multifokallinse) je nach Linsentyp sind alle Korrekturen möglich, auch die extremer Fehlsichtigkeiten ja
ADD-ON-Technologie je nach Linsentyp sind alle Korrekturen möglich ja
SONSTIGE VERFAHREN
BIOPTICS Korrektur extremer Fehlsichtigkeiten möglich

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